April 23, 2021

Mit Husten und Atemproblemen beim Pferd ist nicht zu spaßen! Steffi und Sarah haben beide Pferde mit solchen Problemen. Und als es dann auf einmal deutlich schlimmer wurde, haben sie angefangen zu suchen, zu experimentieren und auszuprobieren! Ihr Erfahrungen teilen Sie gern mit dir!

Das ist Sarah:

Sarah ist in Krempe aufgewachsen und seit Ihrem 9 Lebensjahr sind Pferde ihr ständiger Begleiter.
Neben Ihrem Beruf als Veranstaltungskauffrau in Hamburg ist Sie 1. Vorsitzende im RFV-Team Pferdefreunde e.V. und nun seit diesem Jahr Mitbegründerin von „Equi amare“.
Seit einigen Jahren kümmert sie sich um das Pferd Ihres Lebenspartners. „Amelie“ ist unter anderem der Grund zur Entstehung von Equi amare aufgrund der immer wieder auftretenden Atemwegsproblematiken.

Auf einem Landwirtschaftlichem Betrieb sind die 3 sowie deren weiteren Tiere zu Hause.
Neben den Pferden verbringt Sarah Ihre Zeit gerne in Ihrem Gemüsebeet oder bei einer Sporteinheit.

Das ist Steffi:

Stephanie ist 38 Jahre alt und woht mit ihrer kleinen Familie ( 2 Kinder 8/11, Ehemann, 1 Labradorhündin, 2 Pferden und einem Minishetty ) im schönen Schleswig-Holstein. Sie arbeitet in Hamburg als Dialysefachkraft  und verbringt ihre Freizeit viel bei den Pferden.

Seit ihrem 6. Lebensjahr hat sie konstant mit Pferden zu tun. Zur Konfirmation hat sie ihr erstes eigenes Fohlen aus der Reitbeteiligungsstute geschenkt bekommen. Nun sind die 2 schon 24 Jahre ein Team. Seit 2019 haben Steffi und Sarah ihre Pferde ähnliche Probleme mit den Atemwegen. Aufgrund der immer wieder kehrenden Atemwegsprobleme der eigenen  Pferde und fehlenden kompetenten Unterstützung der Tierärzte ( Hier haben sie immer das gleiche zu hören bekommen: Haltung ändern, Futter ändern, usw → aber wie genau  mussten Steffi und Sarah alles selber rausfinden und probieren) haben sie beschlossen ihr Wissen und ihre Erfahrung mit anderen zu teilen und ein wenig Hilfestellung geben zu können. Somit entstand Equi amare.

Kontaktdaten:

E-Mail-Adresse: info@equi-amare.de

www.equi-amare.de

Telefon Sarah: 0178 1683919

Telefon Steffi: 0151-50527312

Facebook: Equi amare

Instagram: Equi.amare

Folge mir bei Instagram

Transcript

[0:04] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Pferdegesundheit. Ich freue mich, dass du wieder da bist und heute bin ich nicht alleine, ich bin auch nicht zu zweit, weil wir sind sogar zu dritt. Ich habe Steffi und Sarah bei mir.
Die beiden haben sich kennengelernt, weil sie etwas gemeinsam haben, nämlich Pferde mit Atemproblemen.
Da die Therapie sich irgendwie immer ein bisschen schwierig gestaltet hat und da nicht so die richtigen Tipps kam, haben sie sich zusammengetan, Equi Amara gegründet und erzählen jetzt von ihren Erfahrungen. Hallo ihr zwei, schön, dass ihr da seid.
Hallo. Wunderbar. Was hat euch zusammengeführt? Wer mag anfangen? Erzählt mal kurz eure Geschichte, was ihr für Probleme mit euren Pferden hattet.

[0:46] Ja, ich fange mal an. Ich bin Sarah. Ähm ich habe tatsächlich gar kein eigenes Pferd, sondern kümmere mich um das Pferd von meinem Freund
und ähm wir hatten das Problem, dass wir schon ähm lange Atemwegsprobleme, sage ich mal, hatten. Also immer wiederkehrende, ähm wir haben das immer so ein bisschen abgestempelt, als das ist ja nur ein Husten
Mhm. Ähm letztendlich sind wir dann in den Stall gewechselt, in dem ähm Steffi auch steht
und wir hatten da, sage ich mal, den ersten großen Knall, also das war wirklich ähm.
Mit richtiger Atemnot. Ähm wir haben sämtliche Medikamente bekommen, ähm die alle immer nur.
Während der Medikamentengabe gewirkt haben. Danach war es genauso schlecht wie vorher und ähm ja, das war halt der Punkt, wo ich gesagt habe, kann so nicht weitergehen. Wir müssen uns irgendwie was überlegen,
Mhm. Und ähm es war tatsächlich zeitgleich mit dem Pferd von ähm Steffi, deswegen hatten wir so ein bisschen äh geteiltes Leid und haben uns dann.
Zusammengetan und ähm die Köpfe rauchen lassen.
Okay. Das ist ja eigentlich schon ganz spannend, an Atemwegsprobleme sind ja wirklich auch eine sehr gängige
Krankheit kann man da nicht mal sagen. Das ist ja ein Symptom, was letztendlich ja verschiedene Ursachen hat. Der Sache seid ihr dann bestimmt auch noch mal weiter auf den Grund gegangen. Steffi, was hatte dein Pferd?

[2:10] Also mein Pferd war eigentlich immer gesund, wie es so viele sagen. Eigentlich, ja? Mal gehustet, im Sommer kam das äh gehäuft vor, wenn er von der Wiese gekommen ist und ähm,
jetzt mit neunzehn gab es bei ihm auch den großen Knall, dass er auch starke Atemnot,
hat, extrem ähm verschleimt war, richtig feste Schleimbrocken hatte und keiner konnte mir so wirklich sagen, was das ist. Mhm. Ähm ich
habe auch das Glück gehabt, schön viele Medikamente zu bekommen, immer wieder den Tierarzt dort zu haben, der mir dann immer wieder gesagt hat, ja, wir müssen jetzt noch, aber wird letztendlich nie zur Ursache gekommen sind.

[2:50] Ähm
Sarah jetzt ja nun mit ihrer Stute auch da vor diesem großen Problem stand, haben wir gesagt, nee, mit sowas lassen wir uns jetzt nicht mehr abspeisen. Lass uns jetzt gemeinsam überlegen, was können wir machen, denn nur die Haltung ähm.
Zu ändern, das kann jetzt auch nicht das äh A und O sein
Und ja, es war ein Teil dafür oder ein Teil der ähm benötigt wurde, damit's unseren Pferden besser geht, aber das war nicht alles
Mhm. Die richtige Ursache haben wir jetzt eigentlich erst bei unseren Pferden jeweils feststellen können, rausgefunden
und ja, was soll ich sagen? Unseren Pferden geht's jetzt gut. Nach einem Jahr haben sie extrem viel Lebensqualität wieder bekommen und ja,
genießen. Okay, spannend. Ähm bevor wir gleich über die Ursache sprechen ähm gibt's denn, da gab's ja eine Diagnose vom Tierarzt?

[3:45] Nein, also bei, also ich ähm bei Vivo nicht und ähm ich habe halt immer nur das Gleiche zu hören bekommen, ich muss die die Haltungsbedingungen ändern. Mehr konnte mir keiner sagen, sonst sei alles in Ordnung.
Ach, das ist ja spannend. Also das Pferd steht da im Prinzip schon wirklich, nee, dein Silke, ne? Steffi? Ja, mit ähm mit Atemnot und äh der Tierarzt sagte aber, du musst die Haltung ändern, dein Pferd ist eigentlich gesund.
Genau, ich soll ähm was ändern. Und was, ich habe aber nie so richtig zu hören bekommen, was genau muss ich denn alles ändern? Wodrauf soll ich genau achten? Ja. Ähm.

[4:25] Es war halt ähm.

[4:28] Ja, wir mussten rausfinden, was es ist. Und letztendlich war es, dass das Pferd eben halt auf Pollen reagiert, was mir vorher keiner sagen konnte und.
Schlimmen Atemnot, die er zwischendurch hatte, dieses verschleimt sein, ist halt eine Überreaktion der Lunge letztendlich gewesen. Mhm.
Das haben wir jetzt rausgefunden und was soll ich sagen mit diesem ganzen Inhalieren und ähm Heubedampfen haben wir das Ziel erreicht, dass das Pferd.
Keine Medikamente des Tierarztes mehr brauche und ich jetzt fünf Monate kein Tierarzt hatte und überglücklich bin.

[5:02] Okay, spannend. Wow.
Okay, wie ihr das genau macht, spreche ich mal gleich drüber. Silke, wie ist das bei dir dann äh weitergegangen, gab's bei euch eine Diagnose oder eine Ursache?

[5:15] Also bei uns war es tatsächlich so, dass wir vor ich glaube jetzt drei Jahren eine Bronchoskopie tatsächlich machen lassen haben. Ja. Ähm das Ergebnis war.
Eigentlich nichts, sage ich mal so. Also, es war keine akute Verschleimung zu finden. Es waren keine Bakterien im Abstieg zu finden. Es war eigentlich eher so ein bisschen.
Äh ja, ich habe die Lunge mal von innen gesehen, war sehr interessant, ähm aber ein richtiges Ergebnis, ähm was uns in dem Moment geholfen hat, gab es nicht
das war aber allerdings auch bevor wir diesen richtig harten Frühling hatten
Also wir haben die Bronchieoskopie gemacht, haben letztendlich keine Behandlungsempfehlungen bekommen und haben so weiter gemacht
wie wir es wussten nach besten Gewissen mhm. Und dann ungefähr eineinhalb, zwei Jahre später hat's halt richtig geknallt. Und da war es dann so, dass wir immer.

[6:14] Ich glaube dreimal den Tierarzt da hat mit Medikamenten, mit ähm mit Spritzen, mit allem äh möglichen drum und dran und ähm,
Selbst da hatte ich immer das Gefühl, dass wir so ein bisschen, ja, abge
abgespeist wurden, ähm weil weil niemand äh konkreter geguckt hat. Also bei Amelie war es zum Beispiel so, dass sie nie richtig zehn ähm gelblichen Schleim hatte
Sie hatte ähm sie hat Ausfluss, ja, aber der ist immer eher weißlich, milchig, ganz flüssig,
Bei ihr war's aber auch, dass sie akute Atemnot hatte. Sie hatte Hustenanfälle, ähm wo sie so doll gehustet hat, dass sie immer ähm dabei gepupst hat und das halt auch wirklich mal fünf Minuten am Stück. Mhm. Also das komplette Pferd hat einfach die.
Die Energie verloren, das hat man ihr angesehen. Mhm. Und auch nachher, wir haben die beiden sozusagen ausquartiert.
Die hat mir keinen Zugang mehr zum Stroh, die hatten äh ein mini eigenen Offenstall.

[7:15] Und das war halt so der erste Schritt, den wir dann ja radikal durchgeführt haben, weil wir uns in dem Moment nicht zu helfen wussten und gesagt haben, so, das ist jetzt Versuch Nummer eins, wir starten einfach mal,
Ja, okay, ich wollte einmal kurz äh nämlich dann auch erwähnen. Das mache ich jetzt an der Stelle, dass die
Logo natürlich beim Pferd eine sehr sehr große und wichtige Rolle spielt, dadurch dass Pferde Fluchttiere sind, brauchen sie die auch einfach.
Die Lunge hat tatsächlich im Vergleich zum Körper und im Vergleich zu anderen Tieren ein sehr großes Volumen.

[7:49] Und es ist schon wirklich auch sehr beeinträchtigend für ein Pferd, wenn diese Lunge aus welchen Gründen auch immer nicht richtig funktioniert.

[7:57] Wie seid ihr dann weiter vorgegangen? Also eure Pferde standen dann zusammen im Stall und dann wurde es auch irgendwie schon ein bisschen besser. Was was habt ihr denn dann auf einmal anders gemacht?

[8:07] Wir waren so verrückt und haben im Internet gibt es so super tolle Anleitungen für 'ne Regentonne, dass man ein Bedampfer selber bauen kann
Aha. Wir haben jetzt gesagt, so, wir müssen jetzt unsere Pferde gesund ernähren und halten.
Und möglichst alles ausschalten, was auszuschalten geht. Bakterien, Keime, was es da so gibt, Staub, alles muss erstmal weg. Und dann gucken wir
Was bleibt noch übrig
So, dann sind wir halt auf diese Regentonne gekommen. Marke Eigenbau. Ja. Und ähm fürs Erste helfen war das Ding super.
Man, es stoppt beim, also die Regentonne habt ihr benutzt, um das Heu zu bedampfen, ja? So bedampfen mit einem Tapetenablösegerät
damit wir ähm diesen Wasserdampf erzeugen können und eine möglichst hohe Gradzahl erreichen. Okay, das heißt, ähm warum macht man das.

[9:03] Das bedampfen des Heus ist insofern wichtig
dass Staub ähm minimiert wird, Pilzspuren, Bakterien und Milben ähm und nachgewiesen wurde tatsächlich in Studien, dass Bakterien dreiundneunzig bis neunundneunzig Prozent reduziert werden können
Und wenn man die richtige Temperatur erreicht, sondern bedampfen.
Genau. Ja. Dieses Bedampfen, dieses Erhitzen darf aber nicht zu hoch sein, weil wir sonst die Nährstoffe halt ähm abtöten.
Okay. Oder rauskriegen und das wollen wir ja nicht. Wir wollen ja halt nur die Bakterien und Pilzspuren und Staub wollen wir halt nur weghaben. Ja. Damit trotzdem noch die Nährstoffe vorhanden sind und die Proteine, das sollen die Pferde ja haben.
Ja? Ähm das war eine gute Kurzzeitlösung, aber man hat in dieser Regentonne
die man hat, ähm nicht konstant diese Temperatur und auch nicht überall gleichmäßig lange. Das haben wir angefangen, Sarah und ich so ein sind so ein kleines bisschen verrückt, haben wir angefangen überall kleine
Thermometer reinzumachen. Oben hatten wir zum Beispiel, die du sonst im Fleisch drin hast, hatten wir so ein Teil, was du sonst in Grill reinmachst mit so einem Piekser und so einem Lammkabel dran.
Dass wir immer gucken konnten, wann war im Heunitz direkt die Temperatur, die wir brauchten und ähm.

[10:27] Ab dann die Zeit gezählt. Also wir haben sämtliche Experimente gemacht, um das Beste heute für unsere Pferde rauszufinden. Ja. Ähm und dann hat ein Bekannter halt.

[10:37] Mitleid mit uns gehabt, der Elektromeister und hat gesagt, komm, Mädels, ich helfe euch, lasst uns zusammen was machen. Mhm.
Und ähm ja, jetzt sind wir halt bei einer großen Kiste, die wir mit gut fünfundzwanzig Kilo Heu füllen können.

[10:51] Und die wird nach unseren Wünschen halt kreiert. Gemerkt, die fünfte äh fünfte äh Version, die wir mittlerweile haben. Also wir haben wirklich, wirklich,
alles ausprobiert, ganz viel gebastelt und sind jetzt bei Nummer fünf, wo wir sagen,
Ja, geht in die richtige Richtung. So können wir uns das vorstellen. Okay, ja gut. Äh Forscher müssen zu arbeiten. Die müssen ausprobieren und ausprobieren, bis sie das Optimalste haben,
Okay, das hört sich aber eigentlich sehr spannend an. Also wir bedampfen das Heu, weil das sinnvoller ist, als es einfach nur nass zu machen. Ich kenne das selber noch aus den Stellen, da wird das Heu in die Tonne gestopft und dann geht der Wasserschlauch da drauf und dann wird's unten wieder abgelassen.
Mhm. Ähm bedampfen durch eine Hitze, wie wie viel wie also wie viel Grad muss das denn haben?

[11:37] Empfohlen ist halt die Hitze mindestens achtzig Grad zu haben. Ja. Über einen Zeitraum von mindestens fünfzehn bis zwanzig Minuten, ja?
Und das sollte halt nicht viel über hundert Grad gehen, weil wir sonst anfangen, die Nährstoffe dadrin zu zerstören in dem Heu und die sollen unsere Pferde ja weiter erhalten. Mhm.
Erhalten, damit sie weiterhin alles bekommen, was sie brauchen. Der Unterschied zum Bewässern und zum Nassmachen ist halt, ähm dass wir innerhalb von zehn Minuten.

[12:07] Bakterienanzahl in dem Heu um circa hundertfünfzig Prozent ähm erhöhen.
Das heißt, wir schädigen dem Pferd letztendlich halt mehr, als dass wir ihm Gutes tun, ja? Wir binden den Staub, das hat bestimmt auch Vorteile. Ja. Aber für die Dauer gesehen ist das halt nicht die Lösung.
Okay, das ist ja spannend. Mhm. Das heißt, ähm die Atemwegsprobleme eurer Pferde sind dann besser geworden und ihr schließt jetzt daraus, dass es zum Beispiel an den Bakterien.

[12:37] Oder anderen so unerwünschten Sachen im Heu, äh dann ist das, was daran auch lag. Genau.
Also bei uns ist es auch so, ähm wir haben jetzt die Erfahrung gemacht, dass unsere Pferde halt akut auf ähm die Pollen im Frühjahr reagieren. Mhm.
Und ähm dadurch, dass wir das Heu bedampfen, nehmen wir halt.
Einfach schon einen riesigen Punkt weg, der die Atemwege in dem Moment weiter reizen kann. Mhm. Also wir reduzieren die Bakterien, wir reduzieren die Sporen und den Staub, das heißt ähm.
Die Rauffutteraufnahme, die ja eigentlich den ganzen Tag über stattfindet, ist einfach kein Grund mehr, dass wir die Lunge und die Atemwege weiter reizen. Und dadurch ähm reagieren unsere Pferde in diesem Jahr.
Einfach auch ich würde sagen zu neunzig Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Ach, das ist ja auch spannend, ne?

[13:36] Okay. Wahnsinn. Und ihr habt da eine Kiste, da gehen fünfundzwanzig Kilo Heu rein. Das ist schon eine ganz Menge. Also da kommt ihr für eure zwei Pferde auf jeden Fall gut aus. Und ähm.
Wie macht ihr das? Überfüllt ihr einmal am Tag und lasst sie dann bedampfen oder steht es bei eurem Pferd im Offenstall oder wie wie funktioniert das.

[13:52] Wir haben ganz großen Offenstall und ähm da steht halt diese Kiste, die ist mit einer Zeitschaltuhr, die auch für uns äh individuell damit Bluetooth zu steuern. Ähm und einem Thermometer, was fest eingebaut ist,
somit reguliert diese Dampfkiste. Ja. Reguliert. Sobald sie fünfundachtzig Grad hat, also wir können das individuell einstellen, je nach Heu machen wir das, haben wir eher
stängeliges Heu, denn lassen wir lieber dreißig Minuten oder fünfunddreißig Minuten bedampfen und haben wir feines, weiches Heu lassen wir's halt bei zwanzig, fünfundzwanzig Minuten, ähm damit das halt auch nicht zu.
Ähm zu lange da drin war mhm. Und wir bedampfen halt unser Stroh, auf dem unsere Pferde schlafen. Und selbst da haben wir es reduziert. Ach okay.
Und ähm unsere Dampfkiste, die reguliert, wenn sie fünfundachtzig Grad aktuell erreicht hat, dann haben wir ihr eine Zeit vorgegeben von diesen dreißig Minuten, die hält sie konstant und danach schaltet sie sich nachher ab, wenn ihre Zeit abgelaufen ist,
Also sehr durchdacht auf jeden Fall und auch für für den für den Menschen machbar. Ich finde das auch immer eine ganz ganz wichtige Sache. Auch wichtig, weil ähm zum Beispiel die Regentonnen, mit denen wir angefangen haben, ähm.

[15:07] Mein Nachmittag bestand oder unser Nachmittag bestand damit zu gucken, dass wir ausreichend Heu für die Nacht haben. Also wir haben ähm die Teile teilweise vier bis fünf Mal am Tag laufen lassen. Ja. Ähm jetzt können wir halt.
Einmal bedampfen, wir können unsere Pferde theoretisch den kompletten Tag damit ernähren
Wir sind jetzt soweit, dass wir sagen, okay, unsere Pferde sind technisch stabil, tagsüber dürfen sie in die Gruppe. Mhm. Und nachts bekommen sie dann einmal ihr frisch verdampftes Heu
können wir vorbereiten. Der Deckel kommt zu. Der Rest funktioniert automatisch. Es ist alles eingestellt, da ist ein Wasser, kann es da aus Thema ähm das Wasser nachdosiert. Ähm also es ist auch vom Handling her einfach,
Ich würde sagen, wir brauchen vielleicht, wenn überhaupt zehn Minuten am Tag, um das Teil zu befüllen.
Ach, ist ja mega. Das ist ja dann das ist ja keine Arbeit mehr, das ist ja verschwindend gering. Ja, auf jeden Fall. Letztendlich ist es, würde ich sogar sagen, ähm.
Weniger zeitintensiv, als wenn ich jetzt das heuige Wissenhaft besser es dann nass nach hinten schleppe. Mhm. Ähm das nimmt einfach auch äh eine große Zeit in Anspruch und,
ich würde ja,
Sagen, wir sind da mittlerweile in fünf Minuten durch mit unserer Küste. Mhm. Und was würdet ihr sagen, außer der Heubedampfung, was euren Pferden noch geholfen hat?

[16:30] Das Inhalieren. Sarah und ich ähm haben uns rangetastet ans Inhalieren. Wir haben eine Kammer, eine stationäre Kammer bei uns direkt aufm Hof,
und wir haben die Maske, wir haben uns jetzt so eingependelt, dass wir jetzt zu dieser akuten Zeit tatsächlich ähm wie wurde der nun extrem reagiert ähm mit dem inhaliere ich fünf Tage die Woche, dreißig Minuten
Ja. Und ähm je nachdem wie Sarah inhalieren muss, entweder tun wir uns zusammen und stecken beide in die Kammer
oder wenn wir alleine sind, ähm dann nehmen wir meistens eigentlich die Maske und putzen das Pferd dann nebenbei schon und ähm betütteln das schon alles, was rundherum zu machen geht.

[17:11] Und wenn die Zeit nachher der Pollen weniger wird, dann reduzieren wir unsere Inhalation einfach, wir inhalieren mit ähm tote Meersalzsohle. Mhm.
Und haben damit bis jetzt sehr gute Erfolge. Okay.

[17:25] Super. Okay, das heißt, wenn jetzt äh.
Ein Pferdebesitzer zuhört, der auch ein Pferd mit Atemwegsproblemen hat. Hast du mal nochmal schnell zum Abschluss so eine kleine Checkliste so ein paar Punkte, die die einfach mal durchgehen, überlegen sollten.

[17:43] Vielleicht auch ein gutes Ergebnis zu bekommen.

[17:48] Gutes gutes Ergebnis, auch die Verbesserung der der Atemwege. Hm, bestenfalls, ja. Ja. Also, wichtig ist auf jeden Fall, Staubreduktion, egal wo, also Stallgasse,
Stallnachbarn, es muss versucht werden diesen Faktor bestmöglich auszuschließen, was halt auch bedeuten kann eventuell den Stall zu wechseln. Ja. Ähm dann muss geschaut werden ähm
manche Pferde vertragen Hollage. Manchmal wird Heulage gefüttert, dann muss man sich ausprobieren. Wie reagiert mein Pferd? Verändert sich etwas
wenn sich nichts verändert, dann sich vielleicht mal ein Heubedampfer ausleihen und probieren, wie verändert sich ähm dahingehend ähm die Atemwegsgeschichte. Ich würde immer empfehlen, parallel auch,
zu inhalieren, weil ähm.

[18:40] Natürlich in Absprache mit einem Tierarzt, aber bei einer normalen Atemmixerkrankung, ähm man unterstützt einfach nur,
Also ähm ob man jetzt mit Kochsalz oder Tuten Meersalz inhaliert, muss man natürlich einmal individuell absprechen. Aber es ist einfach eine Unterstützung. Das würde ich immer empfehlen.
Und ja, unser Konzept war halt möglichst viel draußen, möglichst viel frische Luft, wenig Staub, Heubedampfen regelmäßiges Inhalieren.
Und war Amelie zum Beispiel ganz, ganz wichtig, Bewegung.
Krank und wir sind ähm locker dabei, dass sie zehn Minuten am Stück durchgaloppiert. Ähm also es heißt nicht nur, weil sie Atemwegs erkrankt ist.
Dass sie keine Leistung mehr erbringen kann. Das habe ich mir über ein Jahr erarbeitet und ich bin super glücklich, dass wir bei diesem Punkt jetzt in ihrer akuten Phase sind. Also.
Bewegung ist wichtig. Ja. Ähm sich was löst, das was abtransportiert werden kann. Genau, genau, genau. Das ist ja generell sehr wichtig, auch für die Lunge, ne? Mhm. Ja, okay, prima. Ja, mega.
Steffi, wolltest du zum Abschluss noch was sagen? Ähm.

[19:51] Ich bin super glücklich, dass wir jetzt Equi Amare geschaffen haben und wir würden uns freuen, wenn es vielleicht Leute, die gibt, die an dem Punkt stehen, wo wir vor einem Jahr standen, dass die sich gerne melden können und wir versuchen ähm zu helfen.
Was wir haben. Ähm das denen es vielleicht ein bisschen leichter fällt und sie nicht ein Jahr brauchen, um dem Pferd wieder eine Lebensqualität geben zu können.
Genau, genau. Das hätte ich jetzt zum Schluss auf jeden Fall auch noch gesagt. Das heißt, wenn jetzt hier jemand zuhört, der Probleme hat, kann er sich selbstverständlich an die beiden wenden,
geben bestimmt auch äh Rat und Tat und Hilfe.
Irgendwie geht, vor allem halt auch für Leute, die nicht mehr so genau wissen, wie sie weitermachen sollen. Und ähm vielleicht ist euch auch aufgefallen, dass es ähm,
grade bei Sarahs Pferd auch so war, dass es erst so ein bisschen war und dann auf einmal kam so eine richtig heftige Reaktion
Und äh da muss man natürlich dann auch immer ganz wach sein, den Tierarzt natürlich anrufen, der ist immer der erste Ansprechpartner und einfach auch die Augen und Ohren offen halten. Was kann auch von heute auf morgen schlimmer werden?
Okay, ihr beiden, ich danke euch sehr, dass ihr uns eure Eindrücke über dieses Thema hier da gelassen habt. Ähm eure Kontaktdaten finden alle in den Shownotes und dann kann man euch da dann auch einfach anschreiben oder anrufen und,
Genau, auch wenn man Fragen zu eurem Heubedampfer hat.

[21:14] Alles klar. Gerne. Dass wir dabei sein durften. Ja, schön, dass ihr da wart. Alles klar. Vielen Dank. Bis dahin, tschüss. Tschüss. Tschüss.

​ Verpasse​ auf keinen Fall diesen einen, vielleicht wichtigsten Tipp ever!

 ​Melde dich hier für den Newsletter an: