November 5, 2020

Pferde, die eine schöne und "runde" Muskulatur haben, brauchen mehr als Training. Eine entsprechende Regenrationsphase gehört zum Beispiel auch dazu. In dieser Podcastepisode erfährst du, warum und wie Muskel wachsen und warum ein gutes Training und Muskelaufbau nicht nur für Kraft und Energie wichtig ist, sondern, dass es auch das Immunsystem fördert.

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Transcript

[0:04] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Pferdegesundheit.
Bin Sabrina Holländer, ich freu mich, dass du wieder mit dabei bist. Und heute möchte ich gerne an die Themen aus den letzten Podcast-Episoden ein wenig anknüpfen.

[0:17] Haben darüber gesprochen was eine Trageerschöpfung ist und dass man die tatsächlich auch sehr häufig sieht und dass die nicht unbedingt von einem zu schweren Reiter kommt
Wir haben darüber gesprochen äh was äh fast jeder Reiter für Fehler macht und dabei dann leider auch den Pferderücken schadet. Wir haben zuletzt darüber gesprochen, welche.

[0:35] Möglichkeiten, es gibt einen Pferderücken zu stärken, aber das A und O, also den Kern der ganzen Sache haben wir jetzt noch nicht wirklich angesprochen, nämlich wie kriegt man Muskeln eigentlich dazu stärker zu werden und dann auch, ja, quasi zu wachsen.
Grundsätzlich ist es erstmal so, dass unsere Muskeln dafür Sorge tragen, dass der Körper sich vorwärts beweg.
Das ist bei unserem Pferd so, das ist aber auch bei sämtlichen anderen Säugetieren der Fall, also auch bei uns Menschen.
Also es ist hier auch durchaus eine Episode, wo du für dich auch den einen oder anderen Tipp vielleicht nochmal mitnehmen kannst. Und schon mal für dich so als Zeitraum.
Es bedarf circa drei bis sechs Monate Training, ja bis man was sieht, also bis auch der Stallkollege man sagt, oh, das Pferd hat aber jetzt eine schöne runde Muskulatur bekommen.
Und genauso ist es bei uns auch und deswegen sind halt viele auch schnell frustriert, weil es ist einfach nicht dieses Zick.
Ich habe jetzt einmal trainiert und bums. Am nächsten Tag sind die Muskeln da. Das wäre schön, aber das ist tatsächlich nicht so. Weil,
einfach ein wahnsinnig aufwendiger Prozess ist. Aber warum passiert das überhaupt? Grundsätzlich ist Muskelwachstum ein Schutzmechanismus
Ein Schutzmechanismus des Körpers, weil er mit dieser aktuellen Belastung einfach sehr gefordert ist, ja das Training, da geht man ja auch durchaus schon mal an seine Grenzen und er möchte beim nächsten Mal einfach besser vorbereitet sein
ja? Deswegen lässt der Körper den Muskel wachsen.

[1:56] Wenn man die Muskeln stark überlastet, dann tritt auch Muskelkater ein. Ich glaube, diese Schmerzen, die echte schmerzhaft zeigen können, die kennt auch fast jeder von uns. Ähm geht Pferden da auch tatsächlich nicht anders,
Grundsätzlich ist es erstmal so, dass im Muskel selber auch äh Energie sitzt, sage ich mal, da ist ein Energiedepot, ein.
Energieproduktion und das Energiedepot, das wird hochgeriegelt, der Stoffwechsel wird hochgeregelt, Energie muss zur Verfügung stehen.
Sollte dieses Depot dann schon erstmal geleert werden oder gelehrt sein, dann werden die Fettdepots äh.
Aktiviert als Energiereserven. Also da kommt man dann irgendwann an den Punkt, wo Fettdepots tatsächlich angegangen werden. Das heißt, Bewegung ist das A und O führt zu dicke Pferde.

[2:43] Weiterhin werden auch weitere Systeme angekurmelt, zum Beispiel das Hormonsystem.
Hormonsystem sorgt zum Beispiel dafür, dass die Herzleistung steigt
was ja auch ganz klar ist, wir merken's ja alle, wenn wir mal eine Zeit lang joggen gehen, dann pumpt das Herz ein bisschen schneller. Wir atmen ganz anders. Der Blutfluss wird dadurch aktiviert. Es äh findet viel mehr eine Sauerstoff und Energieversorgung statt. Ähm das ist beim Pferd letztendlich auch nicht anders
hier aber dann auch unbedingt, was ich immer wieder gerne erwähne, ähm
an dieser Stelle sein gesagt, gib den Pferden genug Luft, also schnürt die Nase nicht so zu. Das ist echt somit das Schlimmste, was man da auch tatsächlich machen kann. Jemanden, der Sport betreibt und Energie braucht und Sauerstoff braucht.
Dem die Atmung zu regulieren. Das ist tatsächlich sehr fatal
Also, ähm grundsätzlich ist aber, wie gesagt, die Herzleistung und auch die Atmungsaktivität eine hormonelle Sache, die durch Hormone entsprechend gesteuert werden.
Genauso ist es auch mit dem Verdauungssystem, das wird auch angepasst, wenn man trainiert. Ähm, tatsächlich wird das aber eher runtergeregelt, das heißt, die Durchblutung der Magen-und Darmschleimhaut, die sinkt, da einfach das.
Ja die Verdauung von Essen in dem Moment keine Priorität hat.

[4:00] Die Bewegung selber ist jetzt für den Muskel gar nicht so relevant bezüglich des Muskelaufbaus, der findet tatsächlich erst später statt.
Es sei aber an dieser Stelle noch gesagt, dass in den Muskeln der durch die ungewohnte Bewegung der PH Wert steigt.
Ja? Also der begeht sich in einen sauren Bereich und grundsätzlich jetzt erstmal nicht schlimm.
Steigt er aber zu hoch, also übersäuern die Muskeln in dem Fall etwas stärker.
Dann entstehen tatsächlich äh viele Schädigungen an den Muskelfasern, was zu Muskelkater wiederum führt.

[4:34] Die Muskelfasern werden auch so angestrengt, es gibt tatsächlich kleine Mikroschädigung wie gesagt grundsätzlich nicht schlimm, aber deswegen, na da komme ich jetzt zu.
Die Regenerationsphase nach dem Training ah tatsächlich mindestens mindestens mindestens mindestens genauso wichtig wie das Training selber.
In der Regenerationsphase wird das Muskelfahrer wird das Muskelgewebe repariert. Das heißt, die Stoffwechselprodukte, die sich dann in Diago dort gebildet haben, ähm müssen abtransportiert werden.
Der Stoffwechsel selber ist auch tatsächlich nach dem Training noch eine ganze Zeit erhöht. Der Körper verbraucht auch in der Zeit noch.

[5:15] Mehr Kalorien als im Ruhezustand. Ähm auch wenn man denkt
ach ja, man hat sich äh schnell regeneriert, es werden tatsächlich weiterhin auch Hormone ausgeschüttet, zum Beispiel Serotonin, weiß zur körperlichen Entspannung führt, deswegen fühlt man sich so entspannt und ausgeglichen nach dem Training, aber der Stoffwechsel ist da tatsächlich noch
auf Hochtouren. Ja, also auch tatsächlich noch so ein, zwei Tage später nach einem schweren Training ähm
werden diese Schäden repariert und die Muskelfasern passen sich genau dann den neuen Belastungen an. Das heißt, sie wachsen.

[5:49] Mit der Zeit lernt der Körper schneller zu regenerieren.
Energiespeicher werden mehr aufgefüllt, also der Körper lernt ja dadurch, ne? Hartes Trinken, ich komme an meine Grenzen, vielleicht wird's beim nächsten Mal noch schlimmer, also
sorge ich noch ein bisschen vor, also die Energiespeicher werden wieder aufgefüllt und mehr aufgefüllt.
Der Elektrolythaushalt, denn normalisiert sich der Sauerstoffhaushalt, der pendelt sich ein und das sind letztendlich alles so Neben
Wirkungen in Anführungsstrichen, die ein Training mit sich bringt und so generell zu einer guten körperlichen Gesundheit führen.
Nach ein paar Wochen kann man tatsächlich auch feststellen, dass die Kapilarisierung der Muskeln steigt. Kapillaren, das sind diese aller kleinsten äh Blutgefäße. Ich finde ähm das kann man immer am besten am eigenen Finger sehen,
wenn du deine Hand anschaust oder deine Haut anschaust, du siehst eigentlich ja gar keine.
Blutgefäße, die sind so klein, aber wenn du dich in äh den Finger schneidest, äh blutet es trotzdem
Das heißt, da müssen ja irgendwelche Blutgefäße sein, weil Blut schwirrt ja nicht einfach so im Gewebe frei herum. Also die Kapitaren sind wirklich das Allerkleinste, Gefäß, wo noch Blut durchfließen kann.
Genau und das erhöht sich
Ja, also der oder die Anzahl dieser Kapellaren, die erhöht sich, was wiederum zu einer besseren Durchblutung der Muskeln führt, was wiederum zu einer besseren Sauerstoff- und Nährstoffversorgung führt.

[7:11] Vielleicht hast du schon mal gehört, dass die Muskeln aus Muskelzellen,
bestehen. Ähm Muskelzellen sind ja so auch mit die Größten des Körpers. Sie können durchaus schon mal so zehn Zentimeter lang sein. Und in dieser Muskelzelle befindet sich jeweils ein Zellkern und in diesen Zellkernen, da sind.
Kleiner, ja, sie nennen sich Zell-Organellen, kannst du dir so ein bisschen vorstellen, wie die Organe bei uns im Körper, ne? Also man sieht die von außen nicht, die haben auch kein Eigenleben
aber wir brauchen sie trotzdem
und genau und diese Zellorganellen, die sind diese im Prinzip die wahren äh Kraftzellen des Körpers, beziehungsweise die wahren Kraftzellen ähm der Zelle und
die brauchen dann auch Sauerstoff und Nährstoffe und letztendlich ist es ja ungefähr so, je mehr du daran hast, desto mehr Kraft hat diese einzelne Muskelzelle auch, was letztendlich dann im Allgemeinen die Kraft des ganzen Muskels natürlich nach oben bringt
für Muskel, Kraft und Muskelwachstum braucht der Körper Nährstoffe. So und jetzt kommen wir mal zum eigentlichen Thema. Ähm.

[8:16] Grundsätzlich erstmal so, äh, braucht der Körper Eiweiße, also
Proteine als Baustein. Daraus baut er die Muskeln. Er braucht aber auch die Kohlehydrate für die Energie. Das heißt für
den Körper ja für die Bewegung und äh für die für den ganzen Stoffwechsel
und dann wiederum auch Mineralstoffe, unter anderem, um dieses Ganze auch zu verbinden. Also da ist quasi die der Körper genug Energie hat, um die Eiweiße und Proteine entsprechend umzuwandeln, um diese dann als Bausteine in die Muskelzelle hineingeben zu können.

[8:50] Das sind zum Beispiel Kalium äh für die Muskelkontraktion, also für die Anspannung und auch für den Flüssigkeitshaushalt und im Gegensatz dazu Magnesium, um die ähm Proteine
entsprechend verfügbar zu machen und auch die Muskelentspannung herbeizuführen. Ja, unter anderem
braucht man auch noch äh Zink und Eisen und Natrium und Kalium, Kalzium, Phosphor, also alles Sachen, die du auch schon mal gehört hast, da gibt es auch gar nicht so wahnsinnig viel davon, aber jedes einzelne ist natürlich auch super wichtig. Was heißt das denn für uns im Umkehrschluss? Wenn du möchtest, dass dein Pferd
genug Muskulatur aufbaut, ist neben Training eine vernünftige ähm angepasste Fütterung sehr, sehr wichtig. Aber.

[9:40] Man sollte das Pferd auch nicht
überfüttern. Wenn du aber zum Beispiel möchtest, dass dein Pferd mehr Muskeln aufbaut, ist es super wichtig, dass entsprechend Proteine und Kohlenhydrate gefüttert werden und außerdem Kalium, Magnesium, Zink, Eisen, Natrium.
Unfassbar. Kalzium auch noch. Ähm das ist total wichtig, aber nur nur nur nur in Verbindung mit Training
Und Training, das ist je nachdem auf welchen Trainingsstand sich dein Pferd befindet, nicht heißt das nicht, dass du jetzt demnächst nicht mehr anderthalb, sondern noch
schon zwei Stunden in der Halle reiten solltest? Nein, es kann auch durchaus sein, dass ein Training mal heißt, wir gehen jetzt mal eine Stunde strammen Schritt.
Im Gelände. Ja, äh auch genau das führt zu diesen ganzen Konditionsaufbau, ne? Also sprich Herzleistungen werden, welche Atmung wird besser
und letztendlich auch die Sauerstoff und Nährstoffversorgung im Muskel, weil
Kapillaren, die Durchblutung und auch der Wasserhaushalt wird da ganz anders geregelt. Es steht mir viel mehr zur Verfügung. Der Muskel kann endlich mal richtig arbeiten. Das heißt, dieser ganze Stoffwechsel kommt in Gang.

[10:48] Und dafür ist halt beides nötig.
Und mit diesem Satz möchte ich dich dann jetzt hier auch entlassen, ähm weil mir das ist total wichtig, dass du einfach verstehst, dass alles.
Ineinander eingreift und man nichts, also weder Fütterung nach Training noch irgendwas anderes alleine irgendwo stehen lassen sollte, um das Pferd gesund zu erhalten, bedarf es ein ganzes System.
In diesem Sinne, freue ich mich, wenn du mal bei Facebook oder bei Instagram bei mir vorbeischaust. Guck mal nach, teile doch vielleicht mal den ein oder anderen Artikel, vielleicht ist es auch für deine Freundinnen oder Freunde bekannt, für deine Pferde, Menschen um dich herum.

[11:26] Und dann wünsche ich dir jetzt erstmal viel Spaß im Stall. Bis dahin, tschüss.

​ Verpasse​ auf keinen Fall diesen einen, vielleicht wichtigsten Tipp ever!

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