September 24, 2020
Kann man gute und schlechte Kondition in schwarz-weiß einteilen? Was bedeutet Kondition eigentlich für den Körper und wieso kann Kondition die Beziehung von Mensch und Pferd enorm stärken?

Kondition ist so viel mehr als schnell und weit zu laufen.

Links zu Dingen über die ich spreche:

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Transcript

[0:04] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Episode von Pferdegesundheit. Ich freue mich, dass du wieder mit dabei bist. Heute zum Thema Kondition.
Was ist eine Kondition im normalen Alltag reden wir oftmals von guter oder schlechter Kondition.

[0:20] Ganz so einfach ist dieses Thema nicht, weil es ist nicht nur schwarz-weiß, es ist tatsächlich sehr, sehr bunt dazwischen. Es gibt viele Füß und Visa und es gibt vor allem viele Themenbereiche, die zu diesem
Wort Kondition letztendlich dazu gehören. Die Kondition ist eine Anpassung des Organismuses an die entsprechenden Anforderungen, die an das Pferd gestellt werden.
In der Regel vor Menschen.
Letztendlich ist es aber nur eine Momentaufnahme, ein Momentzustand von Ausdauerkraft und Schnelligkeit und eine Verbesserung der Kondition ist möglich und zwar genau in dieser in dieser Reihenfolge zuerst die Ausdauer
Dann mach die Kraft und dann kommt die Schnelligkeit quasi von alleine.

[1:00] Doch Kondition ist auch tatsächlich sehr sehr wichtig für die Gesundheit unserer Reitpferde, ja? Weil Gesundheit äh Kondition.
Minimiert das Verletzungsrisiko. Was im Prinzip nicht nur bedeutet, dass man mit guter Kondition halt weniger schnell aus der Puste ist, wenn man sich körperlich anstrengt, sondern das Verletzungsrisiko, das verringert sich auch dadurch, dass die Kondition wirklich
auch körperliche Auswirkungen hat.

[1:25] Ein Pferd mit guter Kondition hat eben neben dem Laufen noch Energie dafür übrig den Reiter vernünftig zu tragen, den Rücken vernünftig aufzuwölben, Lektionen auszuführen, vielleicht dabei sogar noch nett zu lächeln, obwohl es sich anstrengen und konzentrieren muss
und der Reiter oben, oft waren's einfach immer noch ein bisschen mehr will
Aber Kondition aufbauen heißt auch, dass man ab und zu an seine Grenzen gehen darf, aber an seine Grenzen nicht über die Grenzen.
Ein Pferd, was eine gute Kondition hat, fühlt sich stark und motiviert
Ja, es hat in der Regel Freude mitzumachen, weil es eben nicht überanstrengt wird, es wird nicht über die Grenzen geritten, wenn die Kondition sehr gut ist, ähm, passiert das dann nämlich in der Regel nicht mehr. Es fragt dann eher, hey, okay, was kann ich noch tun.
Das heißt genau daran merkst du auch, wenn dein Pferd an seine Grenzen kommt.
Dein Pferd dich nicht mehr fragt, okay, was machen wir jetzt? Und so, aber jetzt, was können wir noch tun? Dann kommt es halt an diese Grenzen sehr nah und dann sollte man auch.

[2:20] Zumindest eine Pause einlegen, besser vielleicht sogar noch,
Dann das Training in dem Moment auch beenden. Ein konditionsstarkes Pferd ist mutig und selbstbewusst, es erledigt die Aufgaben leichter
und bringt dabei dann natürlich auch für sich selbst und auch für den Reiter eine entsprechende Portion Spaß mit
Es ist aber auch aus natürlicher Sicht total sinnvoll, einem Pferd auch mit guter Kondition zu beglücken, sage ich mal, weil letztendlich ist das Pferd immer noch ein Fluchttier
Es denkt wie ein Fluchttier und es verhält sich auch zum Teil
immer noch wie ein Fluchttier. Und wenn ein Fluchttier aber instinktiv weiß, hey, ich habe eine gute Kondition. Ich könnte über längere Strecke.
Ohne große Anstrengung schnell laufen, um zu flüchten, dann bringt das natürlich schon wieder Mut und Sicherheit, was das Pferd generell ruhiger erscheinen lässt und.
Na ja, das Verhältnis zwischen Mensch und Pferd auch wahrscheinlich sehr entspannt gestaltet.

[3:15] Doch wie erkennt man eine gute Kondition? Na ja, also erkennen ist ein bisschen, na ja, vereinfacht gesagt, nicht wirklich, ja? Weil
an einem runden Pferd oder einem Pferd, was einfach nur da irgendwo steht. Na ja, man kann nicht erkennen, ob das Pferd eine gute Kondition hat
ja? Es gibt auch Pferde mit nicht so guter Kondition, die eine super Ausstrahlung haben und auch andersrum.
Ja? Grundsätzlich ist, gibt es kein körperliches Merkmal, was hundertprozentig darauf schließen lässt, dass dieses Pferd eine gute Kondition hat. Trotzdem ist aber der Körper sehr stark beteiligt
Zum Beispiel ist es das Herz-Kreislauf-System, was leistungsfähiger wird, ja? Es wird mehr Blut gepumpt, der Körper ist in der Lage, mehr Eretrozyten, die den Sauerstoff im Blut transportieren, äh zu produzieren und letztendlich damit den Körper mit mehr Sauerstoff
zu ähm.

[4:02] Versorgen. Das Wort habe ich gesucht. Die Muskulatur wird stärker. Das Pferd wird stärker, ja? Also das heißt den Reiter zu tragen wird wiederum
einfacher, Lektionen zu ähm reiten wird auch einfacher, höher zu springen, wird einfacher, ja? Auf der anderen Seite ist es auch wieder das Stützgewebe, was gekräftigt wird. Stützgewebe sind zum Beispiel Bänder und Sehnen.
Aber auch Faszien, die dann dazu beitragen, dass das Pferd stabiler wird, das heißt, es ist auch eine wirklich viel feinfühligere
Bewegung möglich und eine viel feinere. Ja, also man kann da tatsächlich man die sind nicht mehr so plump die Bewegung, also das fördert
so rundum.
Die Bewegung, die werden fließender, was wiederum die Muskulatur stärkt. Also das das ist ja so das eine hebt das andere ja dann nicht auf, im Gegenteil, sondern es ergänzt sich ja immer ganz super.

[4:56] Miteinander.

[4:58] Sogar Knochen passen sich an, ja genau, Knochen, die passen sich langsam an, aber sie passen sich an. Es ist auch logisch. Konditionsaufbau ist kein Sprint und deswegen ist es auch natürlich nicht nötig, dass sich alles schnell anpasst.
Aber die Knochen werden tatsächlich entsprechend kräftiger wie das Pferd letztendlich genutzt
wird. Auch rufen die ja in der Regel eher schwach durchblutet sind profitieren von diesen regelmäßigen Reizen, die gesetzt werden durch regelmäßiges Training, weil der Stoffwechsel verbessert wird.
Und damit dienen die Hufe auch den Ursprung auch wieder dem Pferd nämlich am Stoffwechsel einen entsprechenden Beitrag zu leisten.
Psyche, die stabilisiert sich wie oben schon erwähnt, das Pferd wird mutiger, was letztendlich zu einer oder zu mehr Gelassenheit auch führt, ja?

[5:44] Es gibt eine nicht ganz so bekannte Disziplin im Pferdesport, die zum Thema Kondition tatsächlich nochmal einen ganz besonderen Bezug hat, wenn ich dir diese Disziplin jetzt sage, dann wirst du sagen, ach ja, hm, okay, klar. Und zwar geht es sich um Distanzritter,
Distanzritte sind äh Ritte mit mindestens fünfundzwanzig Kilometern, die wenigsten haben aber nur fünfundzwanzig Kilometer. Die meisten haben tatsächlich deutlich mehr. Und ich habe in der nächsten Podcast-Episode die Sabrina mit im Interview.
Das ist eine dreiundzwanzig Jahre alte junge Frau, die dieses Jahr ihren ersten eigenen Distanzrip
gangen ist. Ihre Mutter reitet das schon länger, das heißt sie ist sehr erfahren, auch schon in dieser Disziplin, hat schon viel Luft dort geschnuppert und hat sich jetzt ihr Pferd genommen und ist selber losgerit.

[6:29] Ähm.
Sie erzählt uns in der nächsten Episode warum sie ihr Pferd tatsächlich nur acht bis zehn Monate im Jahr überhaupt reitet und dann auch tatsächlich auf solchen Strecken.
Und warum und wieso es überhaupt so interessant ist, ein Pferd mit guter Kondition auf ein Distanzrip zu reiten, wo dann ja auch regelmäßig Gesundheitschecks
vorwährend und nach dem Turnier stattfinden. Ähm alles in allen eine
ja, ziemlich interessante Sache. Ich fand das total inspirierend dieses Interview. Ich freue mich, wenn du nächste Woche wieder reinhörst. Jetzt wünsche ich dir erstmal viel Spaß im Stall und
Ja, folge uns auf Facebook und auf Instagram, da siehst du dann auch Sabrina nächste Woche komm in die Facebookgruppe, wo auch immer du dich am liebsten aufhältst. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mit mir, beziehungsweise mit uns in Kontakt trittst.
Und ja bis nächste Woche. Tschö.

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