Juli 7, 2020

Das Pferd hat einen Körper. Und nur einen. Das ist doch klar, dass man das als Ganzes sieht!? Oder gehört da noch mehr zu?

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Transcript

[0:04] Hallo und herzlich willkommen beim Podcast Pferdegesundheit. Ich bin Sabrina Hollender und ich freue mich, dass du wieder dabei bist. Heute die Frage, ob ganzheitlich unterstützen, wirklich auch heißt, dass man das ganze Pferd unterstützt. Und grundsätzlich ist es so, dass einem das Wort ganzheitlich mittlerweile in so vielen Zusammenhängen übern Weg läuft, dann ist einmal der ganzheitliche medizinische Ansatz, du hast das ganzheitliches Denken, du hast ganzheitliches behandeln, du hast ganzheitliches Reiten, du hast Ganzheitsmedizin, du hast....
Alsomittlerweile versucht man in sämtlichen Spaten alles so als ganzes zu sehen. Ist auch total interessant, aber was heißt das denn jetzt letztendlich wirklich?
Einfach zu erklären, ist es eigentlich anhand der Humanmedizin, weil bei uns im Menschenbereich ist es einfach so, wir haben für jedes Wehwehchen und für jeden Organ irgendwie einen eigenen Doktor. Und das heißt, es gibt einen Doktor für Haut, es gibt einen für Inneres, es gibt einen für den Magen, es gibt einen für die Knochen, es gibt einen für dies, es gibt einen für das. Also, ganz, ganz viele verschiedene Spezifizierungen
das haben wir ja jetzt so beim Pferd in der Regel nicht. Also in der Veterinäre oder in der Pferdebranche ist es ja im Prinzip schon was Besonderes, wenn man mal ein Pferdetierarzt hat, ansonsten sind's halt Tierärzte, die wahrscheinlich viele Tiere behandeln. Manche haben sich da ein bisschen spezialisiert, manche auf Großtiere, manchmal auch Kleintiere, manche eben auch auf Pferde, was denke ich auch durchaus sinnvoll ist.

[1:38] Heißt aber, die behandeln auch das ganze Pferd.
Also müsste man ja im Prinzip meinen, dass die eine ganzheitliche Sichtweise haben oder einen ganzheitlichen Ansatz, weil die ja nur das Ganze Pferd behandeln und letztendlich dann auch unterstützen, wieder gesund zu werdenDas ist aber nicht so einfach, weil mit ganzheitlichem Ansatz in der Medizin, na ja, damit es halt irgendwo auch gemeint, das der Körper ansich nicht in Teilbereiche aufgeteilt wird. Man sieht das Ganze und dann eben auch nicht nur den Körper, sondern auch Geist.
Und Seele.

[2:12] Bei Menschen ist das inzwischen viel mehr gang und gebe und auch in der Mode den Geist und das Wohlbefinden und die Gefühle des Menschen auch zu sehen, zu akzeptieren, zu fördern und vor allem auch letztendlich
wie diese Gefühle sich auf den Körper auswirken.

Es gibt inzwischen das weiß man viele Krankheiten oder viele Symptome, die aus den Gedanken heraus oder aus psychischen Traumata oder anderen entstanden sind. Das wird beim Pferd wahrscheinlich nicht viel anders sein, dennoch ist man hier einfach noch nicht ganz so weit.
Aber wir können mal abwarten, wo wir dann in zehn, zwanzig, dreißig Jahren sind. Wir können alle sehr gespannt sein. Es gibt ja doch mittlerweile die ersten Pferdeverhaltenstherapeuten oder Traumatherapeuten für Pferde.

Wie gesagt ganzheitliches, also das Wort ganzheitlich taucht ja ganz viel auf. Ein ganzheitliches Reiten, ganzheitliches Denken, ganzheitliches Behandeln... dieses Wort gibt es mittlerweile so oft und überall,
ich glaube schon kaum das da irgendwie noch ein Weg dran vorbeiführt. Das ist fast nicht möglich und wir dürfen, wie gesagt, gespannt sein, wohin sich das in der nächsten Zeit auch noch hin entwickelt
Aber was heißt das denn jetzt letztendlich? Muss man denn wirklich ein ganzes Pferd unterstützen, wenn man ganzheitlich behandeln oder ansetzen möchte.

[3:37] Theoretisch, ja.
Praktisch ist das natürlich schwierig, praktisch würde das auch immer sehr viel Zeit  und sehr viel Aufwand und damit halt auch sehr viele Kosten in Anspruch nehmen. Aber letztendlich liegt es natürlich auch an uns
Besitzern, das ganzheitliche irgendwie zu verpacken.

[3:55] Sicher sind die spezialisierten Therapeuten dafür da, dass wenn jetzt zum Beispiel ein kranker Huf ist. Das kann zum Beispiel ein Nährstoffmangel sein. Das kann ein Trauma sein, das kann aber auch ganzheitlich gesehen, zum Beispiel ein Meridianstau oder eine Meridianlehre oder generell irgendein Problem in den Merididian sein, was dann letztendlich ja zur traditionellen chinesischen Medizin gehört. Übrigens habe ich das auch schon des Öfteren gelesen, da werben manche Experten, Fachleute damit, dass sie ganzheitsmedizin und TCM machen.
Ist eigentlich totaler Quatsch, weil TCM ist Ganzheitsmedizin, die auch schon am meisten etabliert ist.

[4:48] Ganzheitlich unterstützen, heißt ein ganzes Pferd zu unterstützen, so gut es geht, sicherlich sind da die Anforderungen an uns Pferderbesitzer auch extremwir dürfen natürlich irgendwo auch ein Stück mal selber entscheiden, wie gut geht es eigentlich meinem Pferd, weil
sicher sind Symptome, die körperlich gezeigt werden, das eine, aber welche sind denn die seelischen Symptome, die vielleicht auch gezeigt werden, können daraus eventuell auch Krankheiten bestehen. Ja, ich sage auch immer so gerne, dass in jedem Satz, steckt ja auch in Funken Hoffnung drin. Und früher waren die Leute nicht so doof, wie man manchmal denkt, auch wenn die einfach vieles noch nicht wusst.
Aber zum Beispiel der Spruch welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen, ja? Oder was ist dir denn auf den Magen geschlagen? Was geht dir denn gerade so an die Nieren? Ne, das sind ja alles auch so, wenn man irgendwie negative Emotionen hat, wenn man traurig ist oder wenn man wütend ist oder wenn ein irgendwas bedrückt. Das sind letztendlich alles seelische Traumata oder Herausforderung, die man gerade zu bewältigen hat, die aber im körperlichen Symptom irgendwo
zeigt oder zumindest betitelt werden. Und ich glaube, dass da einmal einen Funken Hoffnung, eurem Funken Hoffnung, einen Wahrheit, auch immer mit drin ist und letztendlich ist es beim Pferd auch nichts anderes. Also gerne immer mal auch gesamt hingucken. Ich glaube, du bist aber auch schon auf einem ganz guten Weg, sonst würdest du meinen Podcast wahrscheinlich auch gar nicht hören. Wir schauen ja hier auch immer, dass wir, ja, bisschen allgemeiner hingucken.
Gehen die Beobachterposition, so wie es beim Check-Up beschrieben habe und guck dir dein Pferd genau an und vor allem beschreibe da auch immer mal wieder den Gemützzustand.

[6:29] Und den ersten Eindruck, weil da lernst du auch einfach das Pferd mal so ein bisschen zu beurteilen in dieser Richtung.
Ist es heute bedrückt, ist es vielleicht einfach nur schlecht drauf, ist es ein bisschen schwerfällig, hat's vielleicht einfach nur keine Lust. Ich glaube, das ist alles so nah beieinander, aber auch wieder soweit entfernt, dass man's halt dann doch irgendwie auch differenzieren kann. Man muss nur mal genau hinschauen. Und deswegen viel Spaß im Stall.

​ Verpasse​ auf keinen Fall diesen einen, vielleicht wichtigsten Tipp ever!

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